07.07.2017

G20-Bürgeragenda an Brigitte Zypries übergeben

Mehr als 400 Bürgerinnen und Bürgern auf fünf Kontinenten haben in den vergangenen Wochen Empfehlungen für die Staats- und Regierungschefs der G20 entwickelt. In allen zwölf Bürgerdialogen waren die Bürgerinnen und Bürger sich über die folgenden Kernforderungen einig, die wir in der G20-Bürgeragenda ausführlicher beschreiben:

  • Die multilaterale Zusammenarbeit muss sich stärker an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und dem Pariser Klimaabkommen ausrichten.
  • Kulturelle und regionale Vielfalt und Identitäten sollen geschützt und bei der Gestaltung der Globalisierung besser berücksichtigt werden. Der internationale Austausch über diese regionalen und kulturellen Unterschiede muss intensiviert werden.
  • Bürgerinnen und Bürger müssen bei der Gestaltung der Zukunftsfragen intensiver beteiligt werden. Die globalen Entwicklungen müssen den Menschen in den Fokus rücken.

Pünktlich zum Gipfel wurde die Bürgeragenda heute an die deutsche Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries übergeben. Letzte Woche konnte die Bürgeragenda in Brüssel bereits an das Kabinett von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström übergeben werden.

Anlässlich der Übergabe durch IFOK-Mitarbeiter Jacob Birkenhäger äußert sich Ministerin Zypries positiv zu den Ergebnissen: „Ich danke den Initiatoren der Bürgeragenda für ihr Engagement. Der Wunsch nach dem Schutz regionaler Vielfalt bei gleichzeitig verstärkter internationaler Kooperation ist mir genauso ein Anliegen wie die Verzahnung der Wirtschafts- und Handelspolitik mit den Nachhaltigkeitszielen der UN und dem Pariser Klimaabkommen. Besonders werde ich mich für den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger einsetzen, sie in Zukunft kontinuierlicher in den G20-Prozess und die Begleitung von Handels- und Investitionsabkommen einzubinden.“

“Wir sind von der großen Resonanz durch die Bürgerinnen und Bürger und der erarbeiteten Bürgeragen-da mit ihren vielfältigen Inhalten begeistert.”, so IFOK-Geschäftsführer und Initiator des G20-Bürgerdialogs Hans-Peter Meister. “Die Bürgerdialoge haben uns darin bestärkt, dass der Input für die Regierungschefs der G20 nicht ausschließlich von einzelnen Interessensvertretern stammen soll. Die Stimme der Bürgerschaft gehört unabdingbar mit an den G20-Tisch.“ Unter dieser Prämisse haben IFOK und seine Partner beschlossen, eine Initiative für die kontinuierliche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im G20-Prozess zu starten.