TTIP und Wachstum

Der transatlantische Wirtschaftsraum ist der weltweit größte Markt. Auf die EU und die USA entfällt etwa die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung (45,9 Prozent), ca. ein Drittel des Welthandels und ca. 60 Prozent der weltweiten Auslandsinvestitionen. Täglich erreicht dieser Handel mit Waren und Dienstleistungen etwa zwei Milliarden Euro. Die EU und die USA sind damit füreinander die wichtigsten Handelspartner. TTIP soll als Chance genutzt werden, Wachstum in EU und USA zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

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Öffentliche Aussagen

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„Verblüffend ist: Von der deutschen Wirtschaft hört man erstaunlich wenig. Online herrschen die Gegenstimmen vor. Freihandel Fehlanzeige. Dabei müsste jetzt für TTIP getrommelt werden, was das Zeug hält. Fernsehstatements von BDI-Präsident Ulrich Grillo sind hilfreich, reichen aber nicht aus. Wo ist die umfassende Informations- und Aufklärungskampagne der deutschen Wirtschaft? Will der BDI nicht zum Nachlassverwalter der bislang noch blühenden Exportindustrie werden, muss er jetzt handeln. Am besten mit den Gewerkschaften. Wo bleibt deren entschiedenes Ja, um Arbeitsplätze ihrer Mitglieder zu sichern?“

„Zeit ist aber auch drängend, denn wir sind ja nicht alleine im Welthandel, Europa und Amerika. Und je mehr Zeit ins Land geht, desto weniger stärken wir die Wettbewerbsposition von Europa und Amerika im Welthandel und das sollten wir uns immer vor Augen führen: Eine starke Wettbewerbsposition hat zum Beispiel auch zur Folge, dass die in diesen Ländern ansässigen Industrien eine bessere Möglichkeit haben, Arbeitsplätze zu sichern, Innovationen zu fördern und letztlich auch Investitionen zu treiben, die weitere Arbeitsplätze schaffen können.“

„Ich bin einigermaßen überrascht, dass der Wirtschaftsminister nicht erkennt, wie wichtig das Freihandelsabkommen mit den USA ist. Wenn die Gespräche mit Washington scheitern, wird die deutsche Wirtschaft mittelfristig große Schwierigkeiten bekommen. Das kann zum Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen führen, weil Firmen Produktionen in die USA verlegen müssen. Die SPD blendet aber vor allem die geopolitische Dimension des Abkommens aus. Die Zahl der Krisen steigt sprunghaft. Russland will mit allen Mitteln zu alter Macht zurück. China betritt die Weltbühne. Der Terrorismus ist die neue Geißel der Menschheit. Und gerade in so einer Zeit müssen wir mit denen, denen wir in den Werten nahe sind, das Band noch enger knüpfen – auch mit einem Freihandelsabkommen.“

„Jede Seite kämpft […] um das Recht, den Verbrauchern des eigenen Landes die Steigerung des Lebensstandards untersagen zu dürfen, die mit dem Erwerb attraktiver Importwaren einherginge. Die Amerikaner wollen die eigenen Leute daran hindern, hochwertige deutsche Autos zu kaufen. Die Franzosen wollen ihre Verbraucher hindern, billige amerikanische Nahrungsmittel zu kaufen, und die Deutschen sollen nun auch noch dafür zahlen, dass beide einlenken“

„Ja, Freihandel ist eine gute Sache. Doch die USA und Europa betreiben bereits viel Handel, allzu sehr lässt sich der Handel kaum steigern. Und glauben wir wirklich, dass Europa seine Zukunft nur meistert, wenn wir den Amerikanern mehr Autos verkaufen und dafür texanische Steaks einführen?“

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