Das Dialogforum im Überblick

Das Dialogforum Freihandel bringt die Stimme der Bürgerinnen und Bürger in die Debatte um die internationale Handelspolitik und Freihandelsabkommen ein. In einem ersten Schritt haben Bürgerinnen und Bürger bei verschiedenen Bürgerkonferenzen ihre Wünsche und Empfehlungen für ein aus ihrer Sicht gutes und starkes Freihandelsabkommen in Form einer Bürgeragenda erarbeitet. Das Dialogforum gibt allen Meinungen Raum und soll auch kritische Fragen und vorhandene Zweifel berücksichtigen. Ziel sind eine konstruktive Debatte und mehrheitsfähige Positionen zum internationalen Handel.

Das Dialogforum Freihandel steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Über das Bürgernetzwerk kann sich jede und jeder in die Debatte einbringen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bürgerkonferenzen des Dialogforums wurden in der ersten Runde nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, um ein breites Spektrum der Bevölkerung am Dialogforum zu beteiligen und eine einseitige Besetzung der Veranstaltungen zu verhindern. Die zufällige Ansprache der Bürgerinnen und Bürger hat das Umfragezentrum Bonn übernommen. Bei den Bürgerkonferenzen zum G20-Prozess können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger teilnehmen.

Das Forum soll Bürgerinnen und Bürgern einen Raum geben, in dem sie sich äußern können und im Rahmen einer konstruktiven Diskussion herausfinden, was sie wollen: Wie lassen sich Vorteile von internationalem Handel und Freihandelsabkommen nutzen, aber gleichzeitig unerwünschte Effekte vermeiden? Die Ergebnisse des Forums sollen in den politischen Entscheidungsprozess einfließen.eo.

Das Forum ist ein Projekt von IFOK. IFOK ist Spezialist für Bürgerbeteiligung und steht für neutrale und faire Moderation und Beteiligungsprozesse.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und weitere Wirtschaftsverbände haben mit Unterstützung von IFOK im Sommer 2015 das Dialogforum Freihandel initiiert, um eine Versachlichung der Debatte um Freihandel zu erreichen und Hinweise aufzunehmen, was Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig ist. Seit September 2016 führt IFOK das Dialogforum Freihandel in Eigenregie weiter und bringt es mit dem Bürgernetzwerk zusammen.

Die Initiatoren waren:

  • Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
  • Bitkom
  • Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
  • Verband der Chemischen Industrie (VCI)
  • Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie
  • WirtschaftsVereinigung Metalle
  • Wirtschaftsvereinigung Stahl
  • Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)
  • Verband der Automobilindustrie (VDA)
  • Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI)

Das Bürgernetzwerk ist aus der ersten Phase des Dialogforum Freihandel entstanden und wurde von Transforum e. V.  initiiert. Es wird von IFOK und weiteren Partnern unterstützt und weiter ausgebaut. Die Idee dazu entstand aufgrund der großen Nachfrage nach mehr Beteiligungsmöglichkeiten, die den aktuellen Diskussionsbedarf interessierter Bürgerinnen und interessierter Bürger aufgreifen. Hinter dem Netzwerk steht also kein wirtschaftlicher Auftraggeber, sondern das Engagement von Transforum e. V., eine von Projekten unabhängige Plattform aufzubauen. Weitere Informationen zum Bürgernetzwerk finden Sie hier.

Die Debattenlandkarte bietet einen ersten Überblick, welche Themen des Freihandelsabkommens TTIP von welchen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Medien wie diskutiert werden. Die letzte Aktualisierung fand im September 2016 statt.

Im Beirat sitzen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, die das Dialogforum kritisch begleiten, Hinweise auf mögliche Ungleichgewichte, falsche oder missverständliche Darstellungen geben und Ideen zur Umsetzung der Bürgeragenda und der Bürgerempfehlungen beisteuern sollen. Die Beiratsmitglieder stellen wir hier vor.