Die Bausteine des Dialogprozesses

In drei Bürgerwerkstätten in Potsdam, Düsseldorf und München beschäftigten sich je rund zwölf Bürgerinnen und Bürger in möglichst vielfältiger Zusammensetzung intensiv mit den Themen rund um Freihandelsabkommen. Sie identifizierten die für sie wichtigsten Fragen und überprüften Argumente auf Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Die Bürgerwerkstätten fanden zu Beginn des Dialogverfahrens statt, um mögliche Lücken in der Verkettung von Argumenten oder der Faktenlage zu identifizieren, die eine fundierte Meinungsbildung erschweren könnten.

Auf diese Weise konnten grundlegende Informationen vervollständigt und eine qualitativ hochwertige Diskussionsgrundlage für die Bürgerkonferenzen gelegt werden. Durch die Diskussionen in den Bürgerwerkstätten wurden bereits die wichtigsten Argumente in der Debatte sichtbar, sodass sich daraus auch Themenschwerpunkte für die Bürgerkonferenzen ableiten ließen.

Lesen Sie hier den Bericht zu den Bürgerwerkstätten

Bei unseren drei Bürgerkonferenzen haben sich jeweils rund 80 Bürgerinnen und Bürger mit Fragestellungen beschäftigt, die bei den Bürgerwerkstätten als sehr wichtig identifiziert wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten die Themen und entscheiden gemeinsam, welche Argumente die wichtigsten sind. Sie wogen die Argumente aus Bürgersicht ab und entwickelten Empfehlungen für ein gutes Freihandelsabkommen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.

Die Bürgerkonferenzen fanden in Frankfurt am Main, Jena und Hamburg statt. Um einen Querschnitt in der Bevölkerung zu erzielen, erfolgte die Ansprache per telefonischer Zufallsauswahl.

Bericht und Ergebnisse der Bürgerkonferenz am 17. Oktober 2015 in Frankfurt am Main

Bericht und Ergebnisse der Bürgerkonferenz am 28. November 2015 in Jena

Bericht und Ergebnisse der Bürgerkonferenz am 5. März 2016 in Hamburg

Abschluss des Dialogverfahrens bildete der Bürgergipfel, bei dem die Ergebnisse aus den Bürgerwerkstätten und den Bürgerkonferenzen zur Bürgeragenda zusammengeführt wurden. 25 Vertreterinnen und Vertreter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bürgerkonferenzen betrachteten und bewerteteten die Empfehlungen und die Bürgeragenda in der Gesamtschau und diskutierten diese abschließend mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Die durch den Dialog entstandene Bürgeragenda wurde an Vertreterinnen und Vertreter der Bundespolitik und der europäischen Ebene übergeben. Sie ist ein wertvoller Beitrag zu den Verhandlungen rund um das Transatlantische Handels- und Investitionsabkommen und soll Hinweise geben, wie künftige Abkommen gestaltet sein sollten.

Bericht des Bürgergipfels am 26. September 2016 in Berlin

Die Aufgabe des Beirates ist es, dem Dialogforum in beratender Funktion zur Seite zu stehen. Zudem verfolgt der Beirat die aktuelle Debatte in ihrer vollen Bandbreite und kann somit als Gesprächs- und Diskussionspartner zur Verfügung stehen. In der ersten Phase des Dialogs bei der Entstehung der Bürgeragenda hat der Beirat anlässlich besonders kontrovers diskutierter Aspekte und einer unklaren Faktenlage in der Debatte Expertinnen und Experten bei zwei Joint Fact Findings zu Rate gezogen, um in einer neutralen Atmosphäre Meinungen anzuhören und dadurch einen sachlichen Beitrag zur Klärung der Debatte beisteuern zu können. Mit einem neutralen Blick von außen hat der Beirat die exklusive Aufgabe, mit seiner Expertise und Neutralität das Dialogforum zu unterstützen und eine ausgewogene Darstellung der Faktenlage zu gewährleisten.

Lesen Sie hier mehr über den Beirat.

Der Beirat verfolgt die Debatte und identifiziert die Themenbereiche, in denen eine unklare Faktenlage vorliegt. Im Rahmen der ersten Phase des Dialogforums, zur Unterstützung der Erarbeitung einer Bürgeragenda für ein gutes Freihandelsabkommen, hat der Beirat daher zwei Joint Fact Findings in Berlin durchgeführt. Die Themen waren die regulatorische Kooperation und der Investitionsschutz. Diese haben ihrem Namen entsprechend zur gemeinsamen Faktenklärung beigetragen. Die Ergebnisse sind in die Bürgeragenda eingeflossen.

Bericht, Mitschnitt und Ergebnisse des Joint Fact Finding zur regulatorischen Kooperation am 27. Januar 2016 in Berlin

Bericht, Mitschnitt und Ergebnisse des Joint Fact Finding zum Investitionsschutz am 11. April 2016 in Berlin

Die erste Phase des Dialogforum Freihandel im Rückblick: Hier finden Sie die Filme über die drei Bürgerkonferenzen in Frankfurt am Main, Jena und Hamburg, den Bürgergipfel in Berlin, einen Einführungsfilm zu TTIP für unsere Bürgerkonferenzen, die Mitschnitte der beiden Joint Fact Findings zu regulatorischer Kooperation und Investitionsschutz sowie Statements von Bürgern und Vertretern der Politik und des BDI.